Filztuchfabrik Villa


Die Villa gehörte zu einem Filztuchfabrik.

1868
wandelte man eine Walkmühle zur Filztuchfabrik
1894
Firmierte man als „Sächsische Filztuchfabrik“ und erlangte Weltrang. Hier fanden sich die Weltgrößten Webstühle mit 23m Arbeitsbreite. Sie fertigten Rundfilze für die Papierindustrie der ganze Welt
1919
ging sie über in die „Sächsische Filztuchfabrik GmbH“
1924
entstand hier, als 1. industrieller Stahlbetonhochbau Sachsens, ein zweitürmiges Hochhaus.
1946
übertrug man den Betrieb in Volkseigentum (VEB)
1951
wurde sie mit anderen Fabriken zum „VEB Vereinigte Vogtländische Filztuchfabriken“ zusammengefasst
1953
ging sie über in die „VEB Filz- und Filtertuche im Vogtland“
1956
„VEB Filz- und Filtertuche“
1970
„VEB Technische Textilien Meerane“
Bis zur deutschen Wiedervereinigung deckte der Betrieb den gesamten Bedarf an Papiermaschifilzen der DDR. Das Werk galt als das modernste der osteuropäischen Länder.
1972, 1974 und 1989
erhielten seine Produkte Goldmedaillen auf der Leipziger Messe.
01.04.1990
löste sich das Werk mit 480 Mitarbeitern aus dem VEB Technische Textilien Meerane heraus. Die Filztuchfabrik wurde als eigenständiger Treuhandbetrieb gegründet.
1993
Nach dreijährige Kaufverhandlungen mit den „Württembergischen Filztuchfabrik Geschmay“ scheiterten, beabsichtigte die Chemnitzer Treuhand 1993 die Liquidation der Filztuchfabrik mit den verbliebenen 110 Mitarbeitern.
15.02.1993
Jedoch entschlossen sich fünf Mitarbeiter die Tradition der Filztuchherstellung im Vogtland aufrecht zu erhalten und den Betrieb im Management-Buy-Out zu kaufen.
2009
Wurde der hier befindliche Hauptbetrieb gesprengt und abgetragen. Die Villa ist als letztes überbleibsel dieses superlative trächtigen Standortes noch erhalten geblieben. Wenn auch in einem recht schlechten Zustand.
Der privatisierte Teil produziert heut noch an dem anderen Partnerstandort Filztuche.


_DSC2102fcce
_DSC2139-41_HDR2fcce
_DSC2151-53_HDRfcce
_DSC2142-44_HDRfcce
_DSC2145-47_HDRfcce